Diagnostik

Innerhalb der Diagnostik sammelt der Therapeut Informationen für sich, die er bei der Stellung einer Diagnose zu einer psychischen Störung mit Krankheitswert benötigt. Dabei bedient er sich unterschiedlicher Informationsquellen, wie zum Beispiel Verhaltensbeobachtungen in den Sitzungen, Fremdeinschätzungen durch Eltern oder Bezugspersonen, Selbsteinschätzungen der Kinder oder Jugendlichen oder die Verwendung von vielfältigen Testverfahren. Ziel der Diagnostik ist es immer, die momentan problematischen Störungsanzeichen (Symptome) durch eine Diagnose zu klassifizieren und die Behandlungsbedürftigkeit zu besprechen. Im Zuge dessen wird der Therapeut Ihnen auch Informationen geben, welches Störungsmodell der Störung zu Grunde liegt. Das bedeutet, dass der Therapeut Ihnen erläutert, wie die Störung entstanden ist, durch welche Umstände sie aufrechterhalten wird und welcher individuelle Behandlungsplan sinnvoll ist. Die Zusammenarbeit mit anderen Ärzten ist in der Diagnostikphase und auch in einer eventuellen späteren Therapie die Regel. Insbesondere der Ausschluss von körperlich begründeten Symptomen ist im Vorfeld zu gewährleisten.